Ich verstehe das Leben immer noch nicht. Mit viel Ironie und schlechtem Humor versuche ich es zu meistern. Den kleinen Problemen des Alltags stelle ich mich furchtlos entgegen und weine nächtelang wegen der Großen.
Alles in der Hoffnung, mir nicht eines Tages den Kopf zu rasieren und ohne Unterwäsche aus dem Auto zu steigen. Ach, was wären wir alle nur ohne Hollywoodskandale?
Über Kritik zu meinem Versagen in Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung würde ich mich tatsächlich freuen.
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Sonntag, 19. Mai 2013

Outfit of the week.

Heute habe ich sogar zwei wunderschöne Outfits of the week! Eines wird mit einer wunderbaren, peinlichen Story begleitet. Schon vor zwei Monaten habe ich mir und Hera Konzertkarten für Crashdiet in Frankfurt besorgt. Ich mochte die Band sehr als ich jünger war und mir war wirklich mal wieder nach einem Konzert. Also, warum nicht ein bisschen Glam-Rock? Der ganze Abend war in unseren Köpfen schon fertig geplant: übertriebenes Outfit und Make-Up, sich tierisch betrinken, coole Leute kennen lernen und das Konzert eher als Party sehen. Wir trafen uns dann am 15. Mai bereits am Vormittag, durchsuchten ganz Frankfurt nach bezahlbaren Netzstrumpfhosen [früher gab es die Dinger doch für ein oder zwei Euro, oder? Auf einmal kostet so ein Stück Nicht-Stoff durchschnittlich acht Euro. Die halten nicht mal länger als einen Abend!!] und haben schließlich auch welche für nur vier Euro bei C&A gefunden. Noch immer war in unserem Kopf die Vorstellung des perfekten Abends verankert und nach nur vier Stunden duschen, Haare föhnen, glätten, toupieren, Klamotten an- und ausziehen, schminken, wieder abschminken und neu schminken waren wir fertig und zufrieden. Wir sahen relativ cool aus und definitiv passend für das Konzert gestylt. Für mich hat sich das ganze auch sehr lustig angefühlt. Die Art wie ich gekleidet war, war absolut gar nicht mehr mein Style. Ich käme nie auf die Idee, das in meinem alltäglichen Leben so zu tragen oder mich so zu schminken [zum Teil auch, weil künstliche Wimpern und ich einfach nicht zusammenpassen.]
Top&Strumpfhose: unendliche Weiten meines Kleiderschranks | Rock: primarkt | Schuhe&sexy BH: bon prix
getragen: eigentlich Crashdiet-Konzert, später Club

Wie sind also zur Konzerthalle marschiert – die befand sich glücklicherweise nur ca. zehn Minuten von Heras Wohnung entfernt – und durften uns schon mal vier schlechte Anmachen anhören. Ich werde hier jetzt nicht in einer langen Hasstirade gegen den unvorstellbaren, billigen Sexismus viel zu vieler Männer ausarten. [Nach diesem Satz folgten sieben Zeilen über eben dieses Thema, die ich zum Wohl der Allgemeinheit wieder gelöscht habe.] Bevor wir genau davor standen, wurde uns schon klar, dass etwas nicht ganz stimmt. Vor dem Club stand nämlich niemand. Es war fünf Minuten vor Einlass, dementsprechend komisch war es. Kurzer Blick auf die Konzertkarten: Crashidiet Konzert am 12. Mai – 20 Uhr. So, dem aufmerksamen Leser ist nun eine Sache aufgefallen: Hera und ich verbrachten vier Stunden im Bad am 15. Mai. Wir hatten die Daten vertauscht und waren drei Tage zu spät. Gratulation. Wir waren offiziell Dick und Doof. Preis für die intelligentesten Studenten der Stadt sollte morgen auch bei uns in der Post eingehen. Wer verpasst ein Konzert um drei Tage und merkt es nicht? Nun, wir haben viele Ausreden wie es zu der Situation kam: Im Internet stand es anders, 12 und 15 sehen sich zu ähnlich, die Erde hasst uns und führt Krieg gegen uns. Ich persönlich empfinde letzteres am Wahrscheinlichsten.
Es war allerdings noch nicht aller Tage Abend und wir sind dann aus Verzweiflung in einen Industrial-Club Party machen gegangen. So gar nicht meine Musikrichtung aber mit genug Alkohol ging es. Ich fasse den Abend kurz zusammen: Tequila-Shots, Absinth, random Kerle die gerne Alkohol und Zigaretten ausgeben, „Nur fürs Protokoll: Ich würde total gerne mit dir ficken, aber ich hab 'ne Freundin.“, Discofox, Kamilletee. Ich habe tierisch betrunken Kirschsirup aus der Bar geklaut und am nächsten Tag mein anwesenheitspflichtiges Seminar verschlafen. Mehr möchte ich über diesen Abend eigentlich nicht sagen. Ich kann mich an viel zu viel erinnern und würde eine Niere geben um es zu vergessen.
Ich habe das letzte Foto auch auf facebook hochgeladen und es kam erstaunlich gut bei meinen Freunden an. So viele likes hatte ich noch nie auf irgendein Foto von mir und obwohl es mich nicht wirklich interessiert wie viele likes ich bekomme, finde ich das schon ein bisschen traurig. Ja, ich freue mich nicht darüber, denn ich finde es irgendwie bedrückend, dass meinen Freunden dieses überstylte „ich“ besser gefällt als das "normale ich":
T-Shirt: C&A | Hose: C&A | Schuhe: Primarkt
getragen: Kino-Marathon

Outfit #2 ist sooooooo viel mehr ich [aber in Outfit #1 sehe ich um Welten schlanker aus. Vllt gefällt mir #1 auch besser]. Übrigens bin ich hier im Partnerlook mit meinem kleinen Bruder. Meine Mam und mein Bruder waren das Wochenende über bei mir, wegen meinen Geburtstag. In meinen Geburtstag reingefeiert wurde dann in diesem sexy Yoda-Outfit: Iron Man 3 und Star Trek 2 im Kino [OMFG! VIELEN HERZLICHEN DANK, DASS ICH IM 21. JAHRHUNDERT LEBE UND DIESE GENIALEN FILME SEHEN DARF. Ich bin absolutes Nerd-Fangirl, falls das noch nicht aufgefallen ist ;-)]
Ich bin relativ glücklich damit wie das T-Shirt angezogen wirkt. Ich trage relativ viele Männer-T-Shirts [die haben viel coolere Aufdrucke!!] und das Problem damit ist, dass die meisten Männern nun mal keine Brüste haben. Viele Motive wirken dann wegen meiner Oberweite viel zu verzerrt oder falsch geformt, aber hier ist es ok.  

Donnerstag, 16. Mai 2013

Throwback Thursday: Mai 2008


Throwback Thursday: Mai 2008

Ich liebe die Idee von Throwback Thursday. Was gibt es tolleres, als durch alte Bilder zu suchen, sich über sich selbst zu wundern und Erinnerungen an ultra peinliche Ereignisse im Kopf wieder aufleben zu lassen? Außerdem denke ich, dass man Menschen viel besser versteht, wann man ihre „wilde Jugend“ sieht. Ich bezeichne mich nun wirklich nicht als uralt und hoffe doch, dass ich noch immer IN meiner Jugend bin, aber meine wilde Teenager-Zeit ist leider vorbei. Vielleicht auch nicht ganz so leider, wenn ich hier ein Foto von meinem [noch] 15-jährigem Ich sehe.
Das erste Mal habe ich mir meine Haare am 01. Mai 2008 pink gefärbt. Ich weiß das noch ziemlich genau, weil am 02. Mai 2008 der zehnte Todestag von hide war. hide war ein japanischer Musiker den ich vergöttert habe. Da er kurz vor meinem sechsten Geburtstag gestorben ist, habe ich seine Musik erst lange nach seinem Tod entdeckt [irgendwann zwischen 12 und 14] und seitdem beschlossen, mich tierisch in seinen Tod hinein zu steigern. Besagter Musiker hatte pinke Haare, also brauchte auch ich pinke Haare. Vor allem wenn es um seinen zehnten Todestag ging und ich traditionell weinen, Kerzen anzünden und um meinen Seelenverwandten trauern wollte.
Ich habe einen Moment überlegt, die Pickel mit Hilfe von Photoshop zu entfernen, aber ich dachte mir, es ist schön zu sehen, dass meine Haut mal NOCH schlechter war als sie es jetzt ist. Und auch wenn es viele Menschen nicht glauben, hier ist der Beweis: MEINE MAKE-UP FÄHIGKEITEN HABEN SICH VERBESSERT. [Ich glaube es selbst am wenigsten, aber dieses Bild, dieses Augen „Make-Up“. Herrlich.]
Hach ja. War ich nicht unglaublich schön? Besonders gut gefallen mir diese drei Steinchen, die ich mir ins Gesicht geklebt habe. Wollt ihr auch wissen, womit ich sie da hin geklebt habe? Holzleim. Ich verarsche hier gerade keinen. Ich habe mir jahrelang [omg. es reicht nicht, dass ich mir mal Steine ins Gesicht geklebt habe, nein, ich habe das JAHRElang gemact. WHY?] Steinchen mit Holzleim ins Gesicht geklebt. Warum, weiß ich heute auch nicht mehr genau. Ich bin mir nicht sicher, ob es daran lag, dass vor fünf Jahren künstliche Wimpern noch nicht so in waren und es dementsprechend schwer war an Wimpernkleber zu kommen oder ob es mir einfach zu teuer war. Ich meine, so eine Mini-Tube Wimpernkleber kostet 2 Euro. Eine 200 ml-Flasche Holzleim kostet das selbe. BITTE KLEBT EUCH NICHT EURE KÜNSTLICHEN WIMPERN MIT HOLZLEIM AN! Aber alles andere funktioniert damit perfekt. Ich habe mir auch Federn, Papier und was weiß ich ins Gesicht geklebt. Holzleim ist, was Kleber an geht, mit der hautverträglichste, am leichtesten wieder lößbare Kleber. Allerdings nicht dermatologisch getestet.
Hier noch ein Bild um die ganze Pracht meiner Haare zu bewundern.
Alles in allem finde ich aber, dass ich ziemlich Style hatte. Ich meine, schaut euch das Vorhängeschloss an! Sexy. Besonders sexy war es, als mein Opa gestorben ist und wir zu unseren Verwandten nach Düsseldorf wegen der Beerdigung gefahren sind. Auf Beerdigungen machen sich so Vorhängeschlösser allerdings nicht wirklich. Aber hatte ich den Schlüssel dabei? Nein, natürlich nicht. Mein Onkel hat dann am Abend davor mit einer Zange die Kette aufgebogen. Blamage, juchu.
Oh und wo wir gerade meinen Schmuck betrachten, dieses Hundehalsband. Wollt ihr wissen, wo ich es gekauft habe? Nein, nicht im Gothic-Laden meines Vertrauens, schön wäre es. Dieses Schmuckstück habe ich im Fressnapf gekauft.
Wenigstens hatte ich damals sexy Beine. Warum sind die weg und das Hundehalsband noch in meinem Schrank daheim?